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Der Anfang und lange noch
kein Ende
Wir fühlten uns wie
arme Leute, die plötzlich das Grosse Los gewonnen haben. Nach
all den in 1976 angefangenen Versammlungen, Konferenzen und
Bemühungen Gelder zu sammeln, war der grosse Tag da. Soweit es
Geld betraf, wird die Gruppe nie vergessen, dass es der
Mitgründer der deutschen Gruppe, Hans Streim war, der in vollem
Vertrauen auf Erfolg $ 10. 000 aus eigenen Mitteln als Bürge zur
Verfügung stellte. Hans war einer der treibenden Kräfte, die 4EB
möglich machten. Mit all den Mitteln der Kommunikation, die uns
heute zur Verfügung stehen, kann man vielleicht über unseren
damaligen Enthusiasmus lächeln; aber damals gab es weder SBS
noch Internet, Fremdsprachen wurden in keinem Sender gehört und
natürlich auch keine internationale Musik. Hans Streim und
Wolfgang Kreuzer waren dann die ersten von 4EB die, die ersten
„Testbroadcastings“ als Moderator und Vertreter der deutschen
Gruppe auf dem Sender 4MBS-FM ihre Programme ausstrahlten, bevor
wir unser eigenes Studio hatten. Es gab noch viele Technische
und andere haeusliche und sogar politische Probleme, die mit
vielen Versammlungen besprechen werden mussten
Der 1. Dezember 1979 sollte das alles ändern. – An dem Tag, im
Brisbane’s Musgrave Park, ähnelte es einem europäischen
Jahrmarkt. Da waren Zelte vieler Nationen, die ihre
Nationalspeisen anboten, Volkstänze wurden vorgeführt und der
damalige Immigration Minister Al Grassby eröffnete um 12 Uhr den
Sender. Die allererste deutsche Sendung ging mit den beiden
Mitgruendern Hans und Wolfgang in den Äther. Mit fast 30
ethnischen Gruppen war 4EB-AM geboren !
Das dritte aktive
Mitglied, Rose Scheimann, war auch schon bei dem Festival in
Musgrave Park dabei und stuerzte sich begeistert auf die
bevorstehende Arbeit als Ansagerin. Das erste Studio war ueber
einer Bäckerei in Westend, praktisch alles selbst gebastelt,
sogar der Sendeturm war alt gekauft und von Mitgliedern selbst
errichtet. Das Studio hatte die Größe einer Sauna und diente
praktisch auch als solche, denn unter dem Wellblechdach waren
oft 40 Grad Celsius. Um die minimale technische Ausrüstung vor
dem Kollaps zu retten, installierte ein Schweizer Mitglied, Bill
Bohlen, eine Klimaanlage, aber sie musste manchmal ausgestellt
werden, da es zu laut war !
Die Unterstützung all
der teilnehmenden ethnischen Gruppen machte es dann bald möglich
in groessere Räume in Montague Rd., Westend, umzuziehen. Schon
bald folgten Moderatoren Isolde Keating, Marianne Prell, Hansl
Wernyowska, Margret Gleisenberg und Annemarie Kofler um die
„freien“ Sendezeiten zu fuellen. Wir waren damals 5mal in der
Woche vertreten.
Senden konnten wir nun;
aber was. Der Sender hatte kein Archiv, jeder Programmer war auf
sich selbst angewiesen, seine eigenen Platten zu bringen und
irgendwie an Nachrichten zu kommen. Verwandte in Deutschland
wurden um Zeitungen mit Neuigkeiten gebeten. Es war ein Triumph,
im Lufthansa Buero vorbeizugehen und eine deutsche Zeitung zu
schnappen, die ein Passagier im Flugzeug liegen gelassen hatte.
Es war wirklich eine Sache von Bitten, Betteln und Borgen; aber
die Hörer waren dankbar, ihre Muttersprache zu hören und lange
nicht gehörte Schlager. Es gab viele Anrufe und die Zahl der
Mitglieder mehrte sich. Nach und nach wurden Gelder vom Radio
gewährt und der Kauf einiger Platten war möglich. Selbst das war
schwer, denn australische Musikgeschäfte boten wenig
internationales Material an. Die Deutsche Welle aus Koeln kam
gelegen, mit ihrem grossen Angebot von Schlagern, Heimatmusik,
Berichten und auch Klassischer Musik, erst auf Tonbaendern,
danach auf Kassetten, dann CD’s. Deren Unterstuetzung war
einmalig. Heute gibt es keine Postsendungen mehr, aber wir
koennen die Programme vom Internet herunterladen.
1988 zogen wir dann
endlich in unser eigenes Gebäude in Kangaroo Point.
In 1999 kam auch der
Advent des FM nach uns und ermeoglichte einen groesseren
Hoererkreis. Am Anfang hatten wir wenig Erfahrung in Panel
Bedienung, alles war selbstgelernt, ABC Radio gab uns einige
Kurse im Radiowesen; mit Robert Taylor haben wir aber heute
einen staatlich anerkannten Radio Unterricht, in nicht nur Panel
Bedienung, auch Gesetze und allgemeines Wissen ist an der
Tagesordnung und neue Bewerber muessen an diese Kurse, mit Tests
am Ende, teilnehmen bevor sie ans Mikrofon duerfen. Heute
betrachten neue Gruppen die gegebenen Studios und technische
Ausrüstung als selbstverständlich, fuer uns, die von Anfang an
dabei waren, geradezu ein Luxus.
Noch moechten wir
einige Namen nennen, ehemalige Ansager & Mitarbeiter, die es
moeglich machten Mitglieder zu erwerben durch ihre unermuedliche
Mitarbeit.
Da waren Bernhard
Wenzel, Gabi Simon, Karl Schubert, Carmen Birkenstock,
Roswitha McKinlay,
Walter Rosteck, Egon Coy, Sigrid Parlato, Harald Bleyer, Juergen
Wittenberg, Irmgard Hoffmann , Elizabeth Esprester, John
Portmann, Annemarie Kofler, Inge und Dieter Fiolka, Edita Rode
und einige Uebersee-Studenten die uns im Nachrichten Bereich
manchmal halfen.
Man darf nicht
vergessen, das alle aktiven Mitglieder nie bezahlt wurden,
sondern sogar ihre Mitgliedschaft auch noch bezahlen duerfen.
Jetzt sind wir im Grossraum Brisbane und weltweit zu hoeren via
Internet mit 51 Sprachen.
Die deutschsprachige
Gruppe trifft sich einmal im Monat. Zur Zeit haben wir drei
Sendungen in der Woche und sieben meist langjaehrige
Mitarbeiter. Es sind Wolfgang Kreuzer, Rose Scheimann, Marianne
Prell, Margret Gleisenberg, Fred Schack, Richard Hamernik und
Jenny Oehl. Die Programmer bemühen sich, Hörern Information zu
bringen und sie mit Musik zu unterhalten. Viele Gäste aus Europa
und Australien wurden interviewt.Jeder hat die Freiheit, seine
Sendung nach seinem Geschmack zu gestalten und wir glauben fuer
jeden etwas zu bringen, von alte & neue Schlager, Heimatmusik
und klassische.
Neue Mitglieder sind immer willkommen, jeder kann mitmachen nach unserem
Motto: „Hör zu, mach mit“.

C/- PO Box 385 Albion QLD 4010 or call Mobile 0409 894 575
To
contact the German Program Group email to:
wolmar@bigpond.com
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